Vier Tage Resturlaub mal ganz anders!
Blauwasser, altes und neues Eisen um Malta

Text und Fotos Sven Gust (tauchprojekt.de) 2007

 

Ich weiß nicht mehr genau wann die Entscheidung gefallen ist, aber sicher war wohl für mich von Anfang an die wenigen Tage Resturlaub in diesem Jahr nicht mit dem Fegen von Laub und dem Aufräumen der Wohnung verbringen zu wollen.
Auf Malta fiel die Entscheidung dann wohl wegen der guten, schnellen und recht preiswerten Erreichbarkeit und dem hohen Standard vieler Tauchbasen dort – Nein, falsch! Klares und warmes Wasser, Sonne und das alles eben nicht zu teuer wollte ich, während hier die Blätter von den Bäumen rieseln und vielleicht auch schon der erste Schnee vom Himmel!
Auf Malta brachte mich dann ein Tauchpartner, der dort schon einmal war und mir seither immer wieder vorschwärmt wie toll es dort ist: „Du kannst dir gar nicht dieses tiefe Blau des Wassers vorstellen!“ Nicht nur das er mir jahrelang in den Ohren lag das ich dort mal tauchen sollte, als er von meiner Idee hörte kam er auch gleich noch mit. Nun, so konnte ich mir wenigstens sicher sein das er selbst an seine eigenen Berichte glaubte! 

Malta, mal so eben kurz....

Gut, billig und schnell erreichbar, aber.... Neben AirMalta fliegen auch viele andere Gesellschaften sehr regelmäßig die Insel von verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich an. Darunter auch „Billigflieger“ wie Ryanair und Germanwings. Ein Preisvergleich lohnt sich aber unbedingt und man darf nicht vergessen das bei der Billigkonkurrenz Tauchgepäck oft satten Aufschlag kostet.
Du kannst auch mit AirMalta für um die hundert Euro reisen, wenn du ein günstiges Angebot abpasst. Mit Ryanair kannst du tatsächlich für rund 35 € fliegen, aber auch schnell mehr als hundert Euro los werden.

Viele günstige Unterkünfte, aber.... Oft ist es mehr Schein als Sein. Die Hotelstandards sind häufig niedriger als gewohnt und ganz billig solltest du vermeiden. Dennoch kannst du ein Einzelzimmer mit Frühstück in guter Lage in der Nebensaison für um die 20 € bekommen.
Wir haben ein Doppelzimmer mit Balkon und perfektem Seeblick für rund 25 € pro Nacht/Person direkt über der Tauchbasis im Hotel Gillieru gebucht. Hier und da gab es kleine Mängel bei der Zimmerausstattung und dem Service. Das englisch angehauchte und etwas monotone Frühstück verführte dazu ruhig mal ein Kilo abzunehmen. Die vier Sterne waren sicherlich ungerechtfertigt, dennoch passte letztlich alles. Von sehr billigen Unterkünften haben wir echte Horrorgeschichten gehört, dennoch kann es natürlich auch positive Ausnahmen geben. Wenn du bei der Reiseplanung Kontakt mit einer guten Tauchbasis aufnimmst, so wird man dir bei der Auswahl helfen, oder wenigstens einige Tipps geben!

Gute Restaurants musst du suchen.... Und sie haben dann auch ganz ordentliche Preise. Typisch maltesisch gibt es wohl eher selten. Italienischer und leider auch englischer Einfluss dominiert (nicht verwunderlich wenn man so sieht wie hoch der Anteil der britischen Touristen ist!). Pizza, Pasta, Fisch und Fleisch bekommt man zu etwa den gleichen Preisen wie in Deutschland, oder Österreich serviert. In Sachen Qualität und Geschmack können die Gerichte jedoch oft nicht wirklich mit der heimischen Gastronomie mithalten.
An einem Abend hatte unsere Tauchbasis in einem Restaurant ein maltesisches Buffet für uns organisiert. Es war schmackhaft, mit drei Gerichten vielleicht etwas sparsam bezüglich der Auswahl und nicht unbedingt billig. Getränke sind bezahlbar und wir haben mittags oft an Imbissbuden verschiedene gefüllte Teigtaschen und Pizza für wirklich kleines Geld gegessen. Hier kann man zu zweit tatsächlich für unter fünf Euro richtig satt werden und geschmeckt hat es auch nicht so schlecht!

Gute Tauchbasen, schlechte Tauchbasen.... Förmlich wie Sand am Meer findest du Angebote für Tauchausflüge und Tauchausbildung. Irgendwie neigt man dann ja doch dazu eine deutschsprachige Basis zu wählen und stöbert man etwas im Internet, so schrumpft die Zahl der professionell und sympathisch wirkenden Anbieter schnell.
Für mich waren folgende Kriterien wichtig: Transparenz, moderate, oder günstige Preise, Professionalität, Sympathie (ist natürlich schwer über den Web-Auftritt zu beurteilen, aber was und wie geschrieben wird besitzt ja schon etwas Aussagekraft) und das jemand aus der Anonymität heraustritt und sich klar dazu bekennt den Laden zu leiten – Ein Ansprechpartner eben!
Wir landeten so bei Octopus Garden  www.octopus-garden.com , geleitet von Udo. In wenigen Worten kann ich nur berichten das es eine solide, sicherheitsorientierte, detailbedachte und freundliche Basis ist. Kleine Schwächen gab es zwar, aber das störte weder den Tauchbetrieb, noch die Sicherheit – Verglichen mit den meisten anderen Basen die ich kenne ist sie absolut erstklassig.

Das Tauchen wurde individuell nach Wetterlage in recht kleiner Gruppe (Nebensaison eben!) organisiert. Meistens waren es Bootstauchgänge, was gut war um dem Massenandrang an vielen Landtauchplätzen zu entgehen. Nitrox kostenfrei, klare Briefings, nette Guides, die ganz offensichtlich Spaß daran hatten hier zu arbeiten, vernünftige Ausstattung, auf Wunsch immer ein kostenloser Kaffee und ein netter und zurückhaltender Basisleiter, der weiß was Sache ist.

Wenn du dich bei dieser Basis einbuchst, kannst du, meiner Meinung nach, nichts falsch machen. Zahlreiche Positivkritiken in verschiedenen Internetforen unterstützen meine eigenen Eindrücke. Aber natürlich bieten auch andere Tauchbasen einen guten Service zu fairen Preisen. Wichtig ist es das du dich gut informierst!

Land und Leute und so weiter.... Wir fliegen zwar zum Tauchen hin, aber das Drumherum ist letztlich ja auch nicht so ganz unwichtig, will man einen schönen Urlaub erleben.
Die britischen Einflüsse sind klar erkennbar: Unsere Ladegeräte passen nicht in die Steckdosen, man fährt auf der falschen Seite (in Kombination mit dem oft eher südländischen Fahrstiel übrigens besonders tückisch!) und mit Englisch kannst du dich fast überall ganz gut verständigen!
Die Menschen sind im Schnitt sehr freundlich, geduldig, freuen sich wenn man einige Worte mit ihnen wechselt und man wird als Tourist nicht in den Einkaufs-/Restaurantstraßen belästigt, oder beklaut – Soweit natürlich nur die von uns gemachten Erfahrungen!
Die Insel ist stark bebaut und die unbebauten Gebiete haben einen kargen Charme, dominiert von sandsteinfarbenen Felsen und eher niederwüchsigen mediterranen Pflanzen.
Ab 2008 ist in Malta der Euro offizielles Zahlungsmittel, womit die Notwendigkeit sich mit Landswährung zu versorgen auch hier wegfällt.
Kulturell hat die Insel (sowie auch die kleineren Nachbarinseln Gozo und Comino) einiges zu bieten, kein Wunder, haben doch hier die Völker des eurasischen und auch des afrikanischen Kontinents im Laufe der Jahrtausende gleichermaßen ihr geschichtlichen Spuren hinterlassen!
Wählt man, wie wir, den Herbst als Reisezeit, so muss man auch immer mit unbeständigem Wetter rechnen. Wind und Welle waren häufig unsere Begleiter bei den Tauchfahrten, aber auf einer Insel findet man auch immer eine windgeschützte Ecke. Neben etwas Regen hatten wir viel Sonne, meistens waren die Lufttemperaturen angenehm und das Wasser mit konstanten 21°C sowieso. An unserem Abreisetag herrschte Sturm und Tauchbetrieb wäre wohl kaum möglich gewesen – Auch damit muss man in der Nebensaison rechnen!

 Nach nur gut zwei Stunden Flugzeit landete die Ryanair Maschine auf dem Malta International Airport. Wie abgesprochen erwartete uns Udo, Leiter und Besitzer der Tauchbasis, die uns in den nächsten Tagen zu den schönsten Spots der Insel bringen sollte.
Die Fahrt zu Hotel und Basis in seinem Geländewagen dauerte nicht lange. Da die Landschaft auf der Strecke nicht unbedingt beeindruckend schön war, nervte ich Udo mit allerhand Fragen zu seiner Basis, den Tauchplätzen und allem anderen was mir gerade so einfiel. Er ertrug dies alles, lenkte gleichzeitig noch den Wagen auf der falschen Straßenseite (was hier allerdings alle taten, wie mir erst jetzt so richtig auffiel) und antwortete auch noch freundlich!

Das Hotel sah von außen betrachtet wirklich gut aus, was ich so auch laut verkündete während ich meine Reisetasche aus dem Kofferraum zerrte. Udo dämpfte meinen Optimismus etwas mit der knappen und abgeklärten Aussage man könne den meisten Hotels hier locker einen Stern abziehen und leider sollte er damit auch Recht behalten. Es war alles organisiert, freundlicher Empfang an der Rezeption, nur wenige Formalitäten und im Zimmer fanden wir auch alles was wir so brauchten vor. Nicht lange aufhalten, denn wir wollten heute ja auch noch tauchen!Ein riesiger Vorteil von dem Hotel ist einfach das es direkt bei der Basis liegt und als ich meine Kameraausrüstung endlich wieder aus den ganzen Einzelteilen, in die ich sie für den Flug zerlegen musste, zusammengepuzzelt hatte, schnappten wir unsere Taschen mit der Tauchausrüstung, verließen das Hotel und standen nach nur wenigen Schritten vor der Tauchbasis. Sie liegt direkt am Hafen, ist recht übersichtlich und dennoch gut ausgestattet, inklusive kleinem Ladenlokal, Küche, Werkstatt und Räumen in denen man seine Ausrüstung während seines Urlaubs ständig lagern kann.
In der Sonne standen einige Gartenmöbel aufgebaut und es gab erstmal einen Kaffee. Nebenbei erledigten wir die Formalitäten, im Prinzip nur das Ausfüllen eines Infobogens (leider nur in englischer Sprache, was ich hier vor allem deshalb anmerken will, weil es sonst eigentlich nichts mehr gab was mir negativ auffiel!) auf dem man Auskunft über Tauchausbildung und –erfahrung gibt, bestätigt die allgemeinen Spielregeln zu akzeptieren und versichert das man auch gesundheitlich in der Lage ist zu tauchen, oder jedenfalls nicht wüsste das etwas dagegen spricht. Keine Gängeleien, dubiose Versicherungen, die sofort bar bezahlt werden müssen, sonstige merkwürdige Gebühren, die ohnehin nur in undurchsichtigen Kanälen versickern würden – Ein Minimum an Bürokratie, ein Maximum an Urlaub von der ersten Stunde an!
Auch lernten wir unseren holländischen Guide für den ersten Tauchgang kennen, oder besser gesagt unsere Guidin! Ebenso wie der zweite Guide und Tauchlehrer, der für Udo arbeitete, sehr nett und engagiert. Man merkte eigentlich sofort das in dem kleinen Team eine nette und auch ungezwungene Stimmung herrschte und das alle ihren Job gern taten. Man war untereinander auch mal anderer Meinung, der Chef ließ nicht den Chef raushängen und die beiden Guides begleiteten die Tauchausflüge, während erfahrene maltesische Seeleute den traditionellen, bunten Kutter, oder den schnellen Halbgleiter führten.
Kurz gesagt es klappte alles: Die Tauchplätze wurden zielsicher gefunden, die Boote immer vernünftig verankert, die Pläne auch mal spontan umgeworfen, wenn der Wind zu stark wurde und dennoch erstklassige Ausweichmöglichkeiten gefunden! 

So vergingen die wenigen Tage schnell und während wir am Tage tauchten (bzw. auch einen Nachttauchgang machten) waren die Abende dem Relaxen gewidmet. Wir erkundeten die Gegend meistens mit dem Hintergedanken etwas Essbares zu finden und testeten das eine, oder andere Restaurant.
Auch gab es eine Imbissbude und einen kleinen Lebensmittelladen in denen wir schnell zu Stammgästen wurden. In dem Imbiss hätten wir fasst nichts gekauft, weil uns die Preise nicht geheuer waren. Ein Stück Pizza für etwa 80 Eurocent, da konnte etwas nicht stimmen. Das Misstrauen blieb vielleicht bis zum Schluss, aber weder passierte es, dass bei der Bestellung plötzlich alles teurer war als auf der Preistafel ausgewiesen, noch kam es anschließend zu exzessiven und spontanen Entleerungen des Magen-Darm Traktes. In den kleinen Läden erstaunte mich die extreme räumliche Enge ebenso wie die Gammeligkeit vieler Lebensmittel. Wir machten uns dies zu Nutze und kauften immer die verstaubtesten Flaschen Wein (die hier vermutlich schon einige Jahre in den Regalen „ablagerten“), denn je älter, desto besser - Denken wenigstens wir bekennende Biertrinker und Nichtweinkenner (Bier hätte es übrigens auch gegeben, aber wir dachten uns Wein ist wohl landestypischer!).
Der ältere Herr an der Kasse war immer sehr freundlich und an der Taucherei und an allem was wir so unter Wasser gesehen hatten interessiert. Er sprach leider eher gebrochen Englisch und hatte nur sehr grobe Vorstellungen vom Tauchen.
Aber so lernte ich die maltesischen Namen für verschiedene Fische und Tintenfische, die ich ihm versuchte zu beschreiben. Leider konnte ich mir die Namen der Meeresbewohner in der Landessprache ebenso wenig merken, wie die meistens Ortsnamen. Es mag wohl an den arabischen Spracheinflüssen liegen, denn vor einigen Jahren in Ägypten hatte ich sehr ähnliche Probleme!
Über das Tauchen und die Tauchplätze (auch deren Namen sind mir teilweise entfallen) könnte ich viele Seiten schreiben, versuche mich aber kurz zu halten und nur beispielhaft einige Eindrücke wiederzugeben. 

Imperial Eagle Ein Ehrfurcht einflößender Name, der mich erst einmal an einen amerikanischen Flugzeugträger, oder aber mindestens einen britischen Kreuzer denken ließ. Tatsächlich handelt es sich bei diesem schönen Wrack aber um eine mittelgroße Fähre, absichtlich als Tauchziel in etwa 30 bis 40 Metern Tiefe versenkt. Der Zahn der Zeit nagt bereits sichtbar an dem Wrack, welches man nur mit einem Boot erreichen kann. Noch steht ein Steuerrad auf dem Oberdeck über der Brücke und man kann unter Deck tauchen.
Die hölzerne Beplankung löst sich langsam auf, allerdings verleiht dies dem Wrack auch einen beinahe historischen Charakter. Ich fand dieses Wrack besonders schön.
Bei diesem Tauchgang kann man zudem noch einen drei oder vier Meter große steinerne Jesusstatue entdecken, welche früher einmal auf einer kleinen Insel ganz in der Nähe stand. Die Imperial Eagle war einst das Schwesterschiff von Jacques Cousteau bekanntem Forschungsschiff Calypso!

P 29 Unter die Rubrik „Neues Eisen“ fällt ganz sicher dieses Minenräumboot aus der ehemaligen DDR, welches vor seiner Versenkung als Tauchziel im Sommer 2007 den Namen Boltenhagen trug.
Eher selten hat man ja die Möglichkeit an einem so „frischen“ Wrack, von immerhin über 50 Metern Länge, zu tauchen. Interessanter und optisch schöner wird es aber sicherlich erst in einigen Jahren sein. Dann wird der graue Tarnanstrich dem dunkleren Rost gewichen sein, welcher deutlicher mit dem hellen Sandgrund kontrastiert und das Wrack wird dann bestimmt mehr Fische und andere Meereslebewesen beherbergen. Auch die P 29 steht aufrecht in etwa 35 Metern Tiefe, kein Wunder wenn sie doch als Tauchziel von der maltesischen Tourismusbehörde versenkt wurde!

Rozi Nur wenige Meter entfernt, aber doch zu weit um beide Wracks auf einem Tauchgang zu erkunden, befindet sich das sehr bekannte Wrack des Schleppers Rozi. Auch sie steht in 35 Metern Tiefe aufrecht auf hellem Sand. Und wie sollte es anders sein, auch die Rozi wurde als Tauchziel versenkt.
Das dunkle Wrack wirkt imposant und mit dem hohen Steven, der gedrungenen Form und den hohen Aufbauten auch etwas bedrohlich. Offensichtlich fühlen sich aber die Fische hier alles andere als bedroht, denn sie zieht es hier in Schwärmen her. Ein sehr schöner Tauchgang und die Rozi ist, ebenso wie die P 29, einfach vom Land aus erreichbar.

 

 

St. Pauls Canyon Ein schöner Naturtauchplatz nur wenige Bootsminuten von der Basis entfernt ist dieser kleine Canyon. Landschaftlich ist er nicht unbedingt wahnsinnig interessant, aber die Felsen waren wunderschön bewachsen mit roten Schwämmen, verschiedenen Steinkorallen, Seescheiden und Röhrenwürmern. Es gab verschiedene Fische, Seeigel, Seesterne, Muränen, usw. zu entdecken.

Bei einem Nachttauchgang hier sahen wir zudem einen Schwarm Kalmare und einen Zitterrochen. Einzig die Sicht war hier etwas durch Schwebstoffe eingetrübt. Dies lag an den Arbeiten, welche gerade an den Fischfarmen in der Nähe durchgeführt wurden. Bei locker 20 bis 30 Metern Sicht bestand aber dennoch nicht die unbedingt Gefahr orientierungslos gegen ein Unterwasserhindernis zu schwimmen!

Ahrax Inland Sea Das Boot ankerte vor der Küste und wir bekamen erklärt wo wir, in Richtung Klippen schwimmend, einen Durchgang zu einem dahinter gelegenen Seewasserbecken finden würden. Die Sicht war erstklassig und ich traue mich gar nicht zu versuchen das Ganze in Meter zu fassen.
Dort wo der Guide behauptet hatte das er sei, fanden wir dann auch den höhlenartigen Durchgang zu dem „See“. Es war ziemlich flach und wimmelte von Tierleben. Neben verschiedenen Fischen sah ich auch einen perfekt getarnten Oktopus, obwohl ich eigentlich eher mit dem Fotografieren des katakombenartigen Durchgangs beschäftigt war. In dem Becken angelangt kann man dann noch eine kleine Höhle betauchen, wirklich landschaftlich sehr spannend!
Wehrmutstropfen an diesem Tauchplatz war das etwas Müll an der Oberfläche schwamm.

St. Pauls Bay Hafen (Basiseinstieg) Es besteht die Möglichkeit im Hafen vor der Basis zu tauchen. Jedenfalls in der Nebensaison ist hier Schiffsverkehr kein Problem, allerdings ist es flach und die Sichtweiten variieren stark, je nach Wind und Welle.
Je nachdem welche Erwartungshaltung man hat wird man enttäuscht sein, oder positiv überrascht. Ich machte zwei Tauchgänge hier. Den ersten nachmittags bei mäßiger Sicht und leider nicht so guten Lichtverhältnissen. Bereut habe ich es jedenfalls nicht, denn es gab Barsche, Lippfische, Barben, Brassen, Seegurken, Seeigel, Schnecken, Steinkorallen, Muscheln,..... Ohne die Liste weiterführen zu wollen glaube ich jeden, der schon einmal im heimischen Süßwasser getaucht hat, überzeugt zu haben das es deutlich öder hätte sein können.
Zu dem zweiten Tauchgang hier am letzten Tag ließ ich mich von einem anderen Taucher überreden – Zum Glück!
Bei herrlichem Lichteinfall, ruhigem Wasser und guter Sicht machte ich einige schöne Fotos. Wir beobachteten haufenweise Fisch und sahen drei recht große Muränen. Leider liegt hier an einigen Stellen recht viel Müll rum, ansonsten bei den richtigen Wetterverhältnissen für mich ganz klar einen Tauchgang wert!




Wie es bei einem solchen Kurzurlaub zwangsläufig ist, war die Zeit viel zu schnell vorüber. Einzig die Tatsache das es in der Nacht vor unserer Abreise begann zu stürmen und am folgenden Tag keine Tauchtour mit dem Boot möglich gewesen wäre tröstete uns.

Mir fiel auf das ich so ziemlich der einzige Gast bei den Tauchtouren war, der zum ersten Mal diese Insel besuchte. Nun kann ich verstehen warum, denn auch ich denke bereits darüber nach wann ich wohl wieder einmal einige Tage Resturlaub übrig habe. Zu hause sitzen und zugucken wie die Blätter von den Bäumen fallen werde ich dann sicherlich nicht, denn das blaue Wasser ist nur wenige Stunden entfernt – Vorsicht Suchtgefahr!

  

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