Mit Lupe und Kamera unterwegs im Baggersee: Krebstiere und Garnelen

Die Süßwassergarnele Hemimysis anomala stammt ursprünglich aus Südosteuropa und wurde von hier aus in verschiedene Mitteleuropäische Länder eingeschleppt. Scheinbar ist sie aber auch auf dem Nordamerikanischen Kontinent mittlerweile zu finde. Noch vor wenigen Jahren galt Atyaephyra desmarestii als die einzige in Mitteleuropa regelmäßig zu beobachtende Süßwassergarnele. Auch sie wurde im 19. Jahrhundert aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt und ist heute in zahlreichen Seen und Flüssen Deutschlands und anderer europäischer Länder zu finden.

Der amerikanische Flusskrebs (Orconectes limosus) hat weiträumig die einheimischen Arten verdrängt. Er ist überträger der Krebspest, selbst aber immun gegen die Krankheit. Dies und sein aggressiveres Auftreten machen ihn zur Gefahr für heimische Edelkrebse.

Die chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) hat ihren deutschen Vulgärnamen ganz klar von den pelzigen Scheren. Obwohl heute weit verbreitet in Mitteleuropa, sehen Taucher sie doch eher selten. Grund hierfür ist ihre heimliche und Nachtaktive Lebensweise.

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